Da, wo die Angst ist, geht es lang

Now, contagion I exhale you
The deceiver says, he says
You belong to me
You don’t wanna breathe the light of the others
Fear the light, fear the breath, fear the others for eternity
But I hear them now inhale the clarity
Hear the venom, the venom in
What you say inoculated
Bless this immunity
Exhale, expel
Recast my tale
Read my allegorical elegy
Tool – Fear Inoculum

Der wichtigste Satz, die größte Erkenntnis fällt gleich zu Beginn meiner Zeit in der Klinik, direkt in der ersten Gruppentherapie. Es geht um Angst, um Vermeidung, und um Strategien dagegen.

Ich bin noch damit beschäftigt, überhaupt hier anzukommen und überfordert von den vielen neuen Eindrücken. Aber ein Satz der Therapeutin, die die Gruppe leitet, resoniert noch Wochen später in mir.

Da, wo die Angst ist, geht es lang.

Therapie in a nutshell. Vielleicht sogar das Leben in a nutshell.

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Es hat einen Namen und er lautet Borderline

Feels like I was born with a black hole as a soul
Devouting all the light
Chaos engine inside
Feels like I wasn’t meant to be nothing more than a stranger to all
Every loved one now and before
I will miss you all
I am waiting in silence the darkness to come on my way
Before The Dawn – …

Manchmal treffen einen die bahnbrechenden Veränderungen mit der Wucht einer Wand, die aus dem Nichts vor einem auftaucht und sich einem in den Weg stellt.

Manchmal schleichen sich die bahnbrechenden Veränderungen ein und es ist ein langsamer, vorsichtiger Prozess, der sich nach und nach in seiner Bedeutung aufbaut. Am Ende sind die Auswirkungen oft die gleichen, nur taumelt man mehr, wenn man es nicht hat kommen sehen.

Die Diagnose Borderline hat sich leise angeschlichen, aber zumindest hat sie vorab immer mal wieder durchblicken lassen, dass da etwas ist, etwas wartet, etwas sein könnte. Und jedes Mal, wenn sie aufgeblitzt ist, hat sie etwas von ihrem Schrecken verloren.

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