Warum ein guter Tag nicht immer gut ist – aber immer noch besser als ein schlechter

And higher and higher and higher I go
And deeper and deeper and deeper the flow
And higher and higher and higher we go
And deeper and deeper and deeper we fall
Disillusion – The Liberation

Heute ist ein positiver Tag. So positiv, dass ich mich schon frage, ob ich überhaupt noch in die Klinik muss oder ob es mir dafür nicht schon zu gut geht. Was, wie ein Teil von mir sehr wohl weiß, Schwachsinn ist. Aber so funktioniert mein Kopf. Alles, was schlecht ist, passiert so abgetrennt und abgespalten von meinem Bewusstsein, dass es mir schon absolut unterirdisch gehen muss, damit ich es wirklich wahrnehme. Auch deshalb hat es so immens lange gedauert, zu begreifen, wie tiefgreifend meine Probleme sind. Und obwohl ich diesen Mechanismus jetzt erkannt habe, hört er nicht auf zu funktionieren. Ich habe einen guten Tag oder sogar eine ganz gute Woche – und sofort denke ich, dass es ja gar nicht so schlimm sein kann.

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Anfangsreflexion

Beating chest and drums
Beating tired bones again
Age-old battle, mine
Weapon out and belly in
Tool – Invincible

Das ist also der Versuch, in Worte zu fassen, worüber ich seit Wochen nicht aktiv nachdenken will. Worüber ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang nicht aktiv drüber nachdenke. Schreiben hat für mich schon immer eine therapeutische Wirkung. Ich setze mich an den Schreibtisch, klappe den Laptop oder das Tagebuch auf und fange an. Meistens ohne zu wissen, wo es mich hinführt. Das Schreiben läuft dann wie von selbst und am Ende steht meistens eine Erkenntnis schwarz auf weiß vor mir, die mir vorher so noch gar nicht klar war. Aber bei diesem Thema spüre ich eine Blockade, jedes Mal, wenn ich es versuche.

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